Gotische Christuskirche Walsdorf

Erste Erwähnung 1393

1393 Erste urkundliche Erwähnung einer Kirche, wahrscheinlich aber älter.

Bis zur Reformation war Walsdorf  „ Filiale“ von (Bad) Camberg.*²

Das Kloster hatte eine eigene Kirche (durfte das „gemeine Volk“ nicht betreten!)

Bis zur Reformation war die Kirche katholisch, die heilige Messe wurde an

Sonn- und Feiertagen sowie 3 x wöchentlich gehalten. (in Walsdorf/Idstein Reformation ab ca. 1542)

Erbauung der heutigen Kirche war Mitte des 16. Jh.

1644 (Oktober): Bayrische Truppen brennen  den Flecken samt Kirche nieder.

Wiederaufbau  8 Jahre später. Der Himmel der Holztonnendecke stammt von Veit Graf, er zeigt die 6 Hauptfiguren des Kl. Katechismus. Im Chor wird der durch seine berühmten Gemälde u. Skulpturen bekannte Hochaltar aufgestellt (wird 1832 wegen Platzmangel wieder entfernt).

1697 erste Orgel, 1858 zweite (1987 restauriert) – keine Elektronik dran! Die ersten Glocken verschmolzen beim Brand von 1644.

1652 wurden 2 neue angeschafft, die auch ebenfalls irgendwie verunglückten.

1832 Renovierung und  im Chor wird eine Empore errichtet, 1903 wieder entfernt

1851 die Decke wird mit einem Ölfarbenanstrich versehen.

1903 Ofenanlage und 3 bunte Glasfenster eingebaut.

1917 2 große Glocken werden beschlagnahmt (1.Weltkrieg), die kleine Glocke bleibt im Glockenturm.

1920 2 neue Glocken angeschafft,  seit 1958 wird elektrisch geläutet

1934 Wände, Empore und Decke werden mit einem Farbanstrich versehen.

1966 große Restaurierung: Die Decke, so wie man sie jetzt sieht, wurde zufällig entdeckt, freigelegt und nur mit Originalfarben (Eiweiß als Bindemittel) behandelt. Ein neuer Sandsteinaltar bringt Sitzplatzgewinn für die Chöre.

1983 das 1692 erbaute Pfarrhaus wird zu einem Gemeindehaus umgebaut.

1993 3. Juli das 600 jährige Kirchenjubiläum, Namensgebung„Christuskirche“.

Sanierung der Kirchenmauer (1996), Sanierung des Glockenstuhls (2005), Dach und Fassadensanierung erfolgte im Jahr 2025/2026.

*²  bis 1880 gehörten die ev. Christen von Würges, Camberg, Erbach, Oberselters, Niederselters, Eisenbach und Schwickershausen zur ev. Kirchengemeinde Walsdorf.

1858/59 war im Taubstummeninstitut Camberg ein Filialgottesdienst eingerichtet worden. Auch die Konfirmanden aus den Filialgemeinden wurden von da an dort unterrichtet.

Erst 1886 erhielt (Bad) Camberg einen eigenen Pfarrer.

Klostergarten

Der Walsdorfer Klostergarten wurde in den Jahren 2021/2022 vom Bürgerverein Walsdorf e. V. zur Erinnerung an 500 Jahre Klosterleben in Walsdorf und zum Gedenken an all jene Ordensschwestern und Klosterschülerinnen, die hier einmal gelebt haben, errichtet. 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Beschilderung entlang bzw. durch den Klostergarten.


©Text  Bürgerverein Walsdorf e. V. – Mai 2019